Auf die Familien kommt es an
Endlich: Die Politik hat die Familie entdeckt. Die demografische Entwicklung und die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen in Deutschland haben die Parteien und die gesellschaftlichen
Instituionen gezwungen, sich intensiver mit den Problemen von Familien auseinanderzusetzen. Oberste Priorität: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Mitel dafür reichen vom neuen
Betreuungsgeld bis zum Ausbau von Kinderkrippenplätzen. Was Parteien, Kirchen und Verbände sonst noch fordern und was uns das Ausland hierbei bereits vormacht lesen Sie in diesem
Dossier.
Zum Thema
Leitartikel
Die Politik hat die Familie neu entdeckt. In den kommenden sechs Jahren soll das Angebot an Betreuungsplätzen für die unter Dreijährigen verdreifacht werden. Das ist ein ehrgeiziges
Ziel. Das Krippengesetz und das Betreuungsgeld werden dabei das Leben in Deutschlands Familien nachhaltig verändern.
Parteienüberblick
Die Große Koalition erhöht das Kindergeld. Ab dem 1. Januar 2009 bekommen Eltern für das erste und das zweite Kind 164 Euro Kindergeld, für das dritte Kind 170 Euro und für
jedes weitere Kind 195 Euro Kindergeld monatlich. Gleichzeitig steigt der Kinderfreibetrag um knapp 200 Euro auf jährlich 6000 Euro pro Kind.
Familienpolitik
Was machen Frankreich und die skandinavischen Ländern anders und wie schaffen sie es, ein familienfreundlicheres Klima zu schaffen? Ein Blick auf die einzelnen Länder zeigt, wie es die
anderen - besser - machen.
Die Sicht der Kirchen
Beide großen Kirchen wollen die Familie mehr als bisher stützen und richten Forderungen an die Politik. Besonders die katholische Kirche streitet mit der Politik über die
Ganztagsbetreuung von Kleinkindern in Kinderkrippen.
Was wollen die Parteien
Im
Grundsatz sind sich alle einig: Familien müssen in Deutschland wieder mehr Beachtung finden. Wir brauchen mehr Kinder in den Familien und mehr Familien in der Gesellschaft. Wie wollen die
Parteien gute Rahmenbedingungen für eine bessere Familienpolitik schaffen? Ein Blick in die Parteiprogramme.
Die Sicht der Unternehmensverbände
Das Deutschland mit einer durchschnittlichen Geburtenrate am Ende der europäischen Geburtenrangliste steht ist bekannt. Doch was kann konkret dagegen getan werden? Der Bundesverband der
Deutschen Industrie (BDI) und der Bundesverband der Deutschen Arbeitnehmer (BDA)