Soziales
In der Sozialpolitik ist die große Koalition in Berlin in einigen Teilbereichen vorangekommen. Dies gilt besonders für die Reform der Rente. Sie ist zügig verabschiedet worden.
Obwohl in der Öffentlichkeit ungeliebt, wird die "Rente mit 67" - das ist schon heute klar - einen wichtigen Platz in der Erfolgsbilanz der großen Koalition einnehmen. Anders sieht es
jedoch mit einer nachhaltigen Reform im Gesundheitswesen und bei der Pflege älterer Menschen aus. Hier geht die Politik nur mit kleinen Schritten voran. In den folgenden Dossiers zur Rente,
der Pflegeversicherung und der Gesundheitspolitik zeigt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft auf, welche Probleme sich im Bereich der Sozialpolitik auftürmen und wie
sie gelöst werden können.
Leitartikel
Dossier Nahrungsmittel
Rasant steigende Preise für Lebensmittel haben die Welternährungslage dramatisch verschärft. Mit jedem Prozentpunkt, den die Nahrungsmittelpreise steigen, sind nach
Einschätzung von Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul weitere 16 Millionen Menschen vn Hunger bedroht.
Oswald Metzger
Oft sind die einfachsten Ideen am verführerischsten. Wäre es nicht wunderbar, wenn der Staat alle Sozialleistungen streichen und stattdessen jedem einzelnen Bürger monatlich ein
Grundgehalt von 1000 Euro auszahlen würde? Was wie ein Hirngespinst klingt, ist mittlerweile ein Vorschlag mit politischer Sprengkraft geworden. Befürworter eines "bedingungslosen
Grundeinkommens" finden sich bei der PDS, den Grünen, in der Volkswirtschaft und selbst bei der CDU.
INSM-Dossier: Familie
Endlich: Die Politik hat die Familie entdeckt. Die demografische Entwicklung und die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen in Deutschland haben die Parteien und die gesellschaftlichen
Instituionen gezwungen, sich intensiver mit den Problemen von Familien auseinanderzusetzen.
INSM-Dossier: Rente
Ab dem 1. Mai gilt die Rente mit 67. Mit dem Gesetz ist von 2012 an bis zum Jahr 2029 die Anhebung des gesetzlichen Renteintrittsalters von 65 auf 67 Jahre in monatlichen Schritten
vorgesehen. Die öffentliche Akzeptanz für die Reform ist (noch) gering. Deshalb hat die Politik auch etliche Aus- und Rücksichtnahmen vorgenommen. Doch die Notwendigkeiten zum
Handeln waren groß. Denn eins ist sicher: Der Demografie können wir alle nicht entkommen. Im Jahr 2050 werden auf jeden Jugendlichen zwei Senioren kommen. Das hat weit
reichende Auswirkungen.
INSM-Dossier: Pflege
Die Zahl der Hochbetagten wird sich bis zum Jahr 2050 auf bis zu zehn Millionen anwachsen. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das Professor Reinhold Schnabel von der Universität
Duisburg-Essen über "Die Zukunft der Pflege" angefertigt hat. Demnach wächst die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2020 um 50 Prozent auf 2,7 Millionen.
INSM-Dossier: Gesundheit
Eine nachhaltig wirksame
Gesundheitsreform müsste den Leistungskatalog der GKV auf eine Grundversorgung reduzieren und die
Bürger zu mehr individueller Vorsorge verpflichten. Nur durch mehr
Wettbewerb und mehr
Eigenverantwortung kann der drohende finanzielle Infarkt verhin¬dert werden. Das Konzept der Initiative Neue Soziale
Marktwirtschaft.
Definitionen
Lexikon-Begriffserklärung
Die Bürgerversicherung ist ein Modell zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung, für das sich die SPD und Bündnis 90 / Die Grünen stark machen. Sie geht auf eine Empfehlung
der so genannten Rürup-Kommission zurück.
Lexikon-Begriffserklärung
Der Begriff "Generationengerechtigkeit" beschreibt die Gerechtigkeit der Verteilung von materiellen Ressourcen, Lebenschancen und -qualität unter den Generationen. Anders ausgedrückt
umschreibt der Begriff die Forderung, dass jede Generation so verantwortungsvoll leben soll, dass sie nachfolgenden Generationen keine unzumutbaren Lasten, z.B. in Form von Schulden oder
Umweltschäden, aufbürdet.
Lexikon-Begriffserklärung
In der Diskussion um eine Reform der Sozialversicherungen in Deutschland spielen zunehmend Forderungen nach einer Gesundheitsprämie (Kopfpauschale) eine Rolle. Die Gesundheitsprämie ist ein
Pauschalbeitrag zur Sozialversicherung. Alle erwachsenen Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen danach eine feste Monatsprämie, die den durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben der
jeweiligen Kasse entspricht.
Umfragen und Studien
Dauerstudie von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und WirtschaftsWoche
Was tut die Bundesregierung wirklich für mehr Wachstum und neue Arbeitsplätze? Die
wissenschaftliche Politikanalyse der Initiative Neue Soziale
Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der Wirtschaftswoche wird seit der Bundestagswahl 2005 regelmäßig vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erstellt.
INSM stellt Zahlen zum Kauder/Schmidt-Gesundheitspool vor
27.4.2006 - "Es stimmt nicht, dass der Gesundheitspool vor allem den Kindern zugute kommt, es profitieren in erster Linie die Rentner", sagte der Ökonom Bernd Raffelhüschen am Donnerstag in Berlin.
Nach seinen Berechnungen spart ein Rentner im neuen Modell durchschnittlich 173 Euro pro Jahr. Dagegen werden vor allem die freiwillig Krankenversicherten mit jährlich 197 Euro belastet.
Für die Pflichtversicherten wäre die Reform nahezu ein Nullsummenspiel.