In einem Interview auf dem Webportal www.chancenfueralle.de erklärte Metzger, das Urteil eröffne die Möglichkeit zu mehr Chancengleichheit. Wörtlich erklärte er: "Diese
Gebühren sind ein Schlüssel dazu, unsere Hochschulen langfristig in die Weltspitze zurückzubringen. Zudem können sie auch Chancengleichheit im internationalen Bildungswettbewerb
mit anderen Industrieländern schaffen. Denn nur durch zusätzliche Einnahmen der deutschen Universitäten - Experten schätzen bundesweit: ca. 1,4 Milliarden Euro im Jahr - haben
unsere Hochschulen die Chance, qualitativ wieder Topniveau zu bieten."
Gleichzeitig kritisierte Metzger die Haltung von SPD-regierten Ländern und deren Ankündigung, am Angebot eines gebührenfreien Hochschulstudiums festhalten zu wollen: "Diese Haltung
bringt uns nicht weiter, weil sich diese Bundesländer damit aus populistischen Gründen, aus einer falsch verstandenen Auffassung des Sozialen heraus dem notwendigen Wandel zum Besseren an
den Hochschulen verschließen würden."
Metzger bekräftigte, dass deutsche Universitäten nur mit Gebühren den notwendigen Sprung in die internationale
Elite schaffen könnten."Nichts brauchen wir so dringend, wie eine
Wissenselite von internationalem Rang, die unsere Wirtschaft in die Lage versetzt, international wettbewerbsfähige, innovative Produkte herzustellen". Es sei "in Wahrheit eine soziale Tat,
unseren Hochschulen über Gebühren den notwendigen Qualitätssprung zu ermöglichen." Denn dies sichere die Zukunft.
An die Adresse eigener Parteifreunde gerichtet, verwies Metzger auf den Gedanken der Nachhaltigkeit: "Wir müssen heute auch mit Studiengebühren das Feld der Hochschulen bestellen, damit wir
morgen ernten können".
Bei der Höhe der Studiengebühren - derzeit sind 500 Euro pro Semester im Gespräch - sieht Metzger durchaus Spielraum nach oben. Als positives Beispiel bezeichnete er das
baden-württembergische Modell, bei dem die Gebührenhöhe zwischen einzelnen Universitäten variieren soll: "Wenn eine Universität mit Gebühren von deutlich mehr als 500
Euro pro Semester genügend Bewerber findet, warum sollte sie das nicht tun dürfen?" Nach einer Anlaufphase sollte man, so Metzger, "die Gebührenhöhe gänzlich
freigeben."
Für wichtig hält der INSM-Kurator, dass über Stipendien und Kreditprogramme sichergestellt wird, dass auch wirklich jeder geeignete Bewerber aus jeder sozialen Schicht seinen
Studienwunsch erfüllen könne.
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