Arbeit
Monatlich verweisen uns die neuen Arbeitslosenzahlen darauf, dass Millionen Menschen eine neue Chance auf dem Arbeitsmarkt brauchen. Die INSM will, dass diese Menschen nicht länger auf
Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen sind. Damit sich das ändert braucht Deutschland eine Arbeitsmarktreform, die auch den Kündigungsschutz nicht ausspart. Ebenso
müssen die Lohnnebenkosten sinken, weil sie Arbeit teuer machen und so Beschäftigung verhindern.
Die Arbeitswelt in der Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft wird freier sein als im vergangenen Jahrhundert. Die Menschen werden verstärkt in Projekten arbeiten. Das beinhaltet vielfach
weniger Kündigungsschutz - dagegen stehen für gut Ausgebildete jedoch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Viele Menschen haben durch die Ich-AG zum ersten Mal Kontakt mit der Selbstständigkeit - für sie oft ein Notnagel, weil sie auf dem Arbeitsmarkt keine anderen Angebote
gefunden haben. Doch Unternehmertum bietet sehr viel weiter gehende Perspektiven. Wer sein eigener Chef wird, schafft seinen eigenen Arbeitsplatz und womöglich auch Jobs für andere. Wenn
wir geringere Arbeitslosenzahlen wollen, brauchen wir neue Unternehmer. Eine Bedingung dafür ist Bürokratieabbau, damit der Weg zum eigenen Unternehmen leichter wird.
Leitartikel
Plädoyer des Wirtschaftsweisen Wolfgang Franz
Deutschland sei ein sehr solider und ausbaufähiger Wirtschaftsstandort, den man nicht schlecht reden solle. Allerdings müsse man auch die Defizite aufzeigen, um daraus Handlungsempfehlungen
für einen noch besseren Wirtschaftsstandort abzuleiten. Eine der wichtigsten Reformbaustellen sei der Arbeitsmarkt und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, lautet das Plädoyer von
Prof. Wolfgang Franz vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für mehr Wachstum und Beschäftigung.
Der Koalitionsausschuss hat sich geeinigt - und der Streit geht weiter. Das Entsendegesetz von 1996 soll so erweitert werden, dass es für zehn bis zwölf Branchen gilt. Schon
jetzt sieht es für einige Branchen in Deutschland eine Mindestbezahlung vor, indem es Tarifverträge für allgemein verbindlich erklärt - etwa auf dem Bau, im Dachdecker-
und Malerhandwerk.
Umfragen und Studien
Aktuelle INSM-Studie zum Antidiskriminierungsgesetz
15.8.2007 - Im ersten Jahr nach Einführung des "Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)" sind den Unternehmen rund 1,73 Milliarden Euro zusätzliche Kosten entstanden. Das ist das zentrale Ergebnis
einer repräsentativen Studie, die Prof. Andreas Hoffjan, Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und Controlling an der Universität Dortmund, im Auftrag der INSM erstellte. Auf alle
Unternehmensgrößen bezogen, kostet das AGG jedes Unternehmen durchschnittlich 72,50 Euro je sozialversicherungspflichtigem Mitarbeiter.
Dauerstudie von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und WirtschaftsWoche
Was tut die Bundesregierung wirklich für mehr Wachstum und neue Arbeitsplätze? Die
wissenschaftliche Politikanalyse der Initiative Neue Soziale
Marktwirtschaft (INSM) in Kooperation mit der Wirtschaftswoche wird seit der Bundestagswahl 2005 regelmäßig vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erstellt.
Aktuelle HWWI Studie
Nach einer aktuellen Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) könnten in den kommenden Jahren rund 1,3 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen, wenn das Gesundheitssystem
konsequent liberalisiert würde.
INSM-Umfrage zum World Woman Work Kongress
In der von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) beauftragten und vom Institut für Marktforschung in Leipzig durchgeführten Umfrage "Managermeinungen zur
Chancengleichheit von Frauen im Beruf" wurden 404 Unternehmen zu diesem Thema befragt. Vor wenigen Tagen wurden die Ergebnisse auf dem Kongress "World Women Work" in Berlin
vorgestellt .
Definitionen
Lexikon-Begriffserklärung
Am 1. Januar 2005 trat das so genannte Hartz-IV-Gesetz in Kraft. Basierend auf einem Vorschlag der Hartz-Kommission wurde die Arbeitslosenunterstützung neu strukturiert und Leistungen an
Arbeitslose insgesamt vereinfacht.
Lexikon-Begriffserklärung
Sozialhilfe ist eine von der öffentlichen Hand gewährte Leistung für Menschen, die in finanzielle Not geraten sind und Hilfe brauchen.
Lexikon-Begriffserklärung
Das "Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt", kurz: Hartz IV, wurde am 16. Dezember 2003 vom Deutschen Bundestag und am 9. Juli 2004 vom Bundesrat mit den Stimmen aller
großen Parteien einschließlich der Opposition verabschiedet und trat am 1. Januar 2005 in Kraft.